Geschichte der

neureren

istoriographie

Eduard Fueter

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HANDBUCH

DER

mlttelalterlichen und Neueren Geschichte

HERAUSGEGEBEN VON

G. v. BELOW und P. MEINECKE

PROFESSOREN AN DER UNIVEKSITAT FREIBURG I B.

ABTEILUNG I

ALLGEMEINES

EDUARD FUETER GESCHICHTE DER NEUEREN HISTORIOGRAPHY

MtlNCHEN UND BERLIN

DRUCK UND VERLAG VON R. OLDEN BO URG

1911

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GESCHICHTE

DEK

Neueren Historiograph ie

VON

EDUARD FUETER

zckkTi

MtTNCHEN UND BERLIN

DKL'CK UND VERLAG VON R. OLDENBOURG

1911

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IKDIANA UNIVERSITY LIBRARY

Alle Rechte, auch das der Obersetzung, vorbehallen. Copyright 1911 by R. Oldenbourg, Miinchen und Berlin.

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Vorbemerkung.

s ist vielleicht nicht unnotig, ausdriioklich darauf hinzuweisen, daB

1_/ das vorliegende Werk nicht mehr geben will, als der Titel verspricht. Es versucht, die Geschichte der europiiischen Geschichtschreibung vora Humanismus bis zur Gegenwart zu beschreiben; es will weder die Geschichte dor Geschichtsphilosophie noch die der gelehrten histo- rischen Forschung und Kritik als solche behandeln. Es beriihrt die Geschichte der historischen Theorien und der historischen Methode nur so weit, als diese auf die Entwicklung der Historiographie einge- wirkt zu haben scheinen. Es erwahnt von den Veranderungen, die sich wahrend der Neuzeit in der Geschichtsauffassung der europaischen Menschheit vollzogen, nur die, die in den darstellenden Werken der Historiker zuin Ausdruck gelangten. Es bespricht auch von den histo- rischen Programmatikern nur ganz wenige. Es mUBte selbst eirien so originellen Denker wie Bodin beiseite lassen: der Methodiis ad facilem historiarum cognitionem ist ein sehr bcdeutendes Buch, aber fur die Geschichtschreibung hat er sich nicht fruchtbar erwiesen.

Eine Geschichte der Historik ist so wenig eine Geschichte der Historiographie als eine Geschichte der dramatischen Theorien eine des Dramas. In manchen Perioden gingen Theorie und Praxis ganz verschiedene Wege. In der Periode vor dor Aufklarung lagen die Ver- haltnisse meist so, daB die Historiker die Regeln der Schule im Prinzip zwar anerkannten, in ihren Werken aber ignorierten. Sie gingen so vor wie manche altere Dramatiker: sie richteten sich (wie Lope de Vega) als Schaffende mit vollem BewuBtsein nicht nach den Vorschrif- ten der akademischen Theorie, sondern nach dem, was das Publikum, d. h. in unserem Falle die Behorden verlangten. Klare Einsicht in das Wesen der alteren Historiographie erhalt man nur, wenn man die Werke der Historiker fur sich betrachtet.

Der beschrankte Raum hatte zur Folge, daB von den Historikern selbst auch nur eine kleine Auswahl aufgenommen werden konnte. Zumal aus der Zeit nach der Aufklarung muBten viele tiichtige Ar- beiter ausgeschlossen werden. Folgende Prinzipicn waren dabei weg- leitend.

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VI

Vorbemcrkung.

Eingehend besproehen wurden nur eigentlichc Bahnbrecher und originelle Denker; Epigonen, die bloC die Anregungen eines grdflern gewissenhaft befolgten und die iiberkommene Methode auf einen neuen Stoff iibertrugcn, wurden nur kurz odcr gar nicht erwahnt. Inter den Autoren, die nicht zur Geschichtschreibung im eigentlichen Sinno des Wortes gehciren, den Reehts-, Literar-, Kirehen- usw. -Ilisto- rikern wurde noch eine strengere Auswahl getroffen als unter den Vertretern der politischen Mistoriographie. Eine Geschichte der Historiographie soil etwas anderes sein als ein Lexikon der Ilistoriker. Ich habe mehr danach gestrebt, alle wichtigeren Richtungen als alle wichtigeren Historiker zu behandeln. Ich habe dafur die Dar- stellung so einzuriehten gesueht, dafl auch die im Texte nicht genannten Geschichtschreiber lcicht eingereiht werden konnen. Die einleitenden, mit Allgemeines iiberschriebenen Abschnitte beziehcn sich vielfach nicht nur auf die wenigen Autoren, die unmittelbar darauf besproehen werden; sie gelten ebenso vielen anderen, nicht mit Xamen genannten, die ahnliche Zielc verfolgten.

In analoger Weise habe ich zwischen den verschiedenen Werken eines und desselben Historikers einen Unterschied geinacht. Ich mufite es mir in den meisten Fallen versagen, auf die Wandlungen einzugehen, die einzelne Geschichtschreiber selbst durchgemacht haben. Audi hervorragende Historiker gehOren der Geschichte der Geschichtschrei- bung vielfaeh nur durch ganz wenige Werke, ha u fig nur eines oder zwei, an. Ich habe mir erlaubt, sie dann auch nur als Verfasser weniger Werke zu betrachten. Eine zusammenfassende Darstellung wie die vorliegende muO, scheint mir, alle die Werke unberucksichtigt lassen, die nur in der geistigen Entwicklung ihres Urhebers, aber nicht in der Geschichte der Historiographie eine neue Periode eingeleitet haben. Weiteres muQ Biographen und Spezialisten uberlassen werden.

Es mogen noch einige Bernerkungen iiber die bibliographischen Angaben hinzugefugt werden.

Ich habe mich bei der Ausarbeitung der Literaturangaben mehr von praktischen Erwagungen als von dem Streben nach theoretischer GleiehmaBigkeit leiten lassen. Zeitschriftenartikel, besonders iiltere, wurden angefiihrt oder nicht, je nachdem neuere Spezialliteratur vor- handen war oder nicht. Wenn ich auf eine neue zusammenfassende Darstellung verweisen konnte, unterlicB ich es meistens, friihere Werke zu registrieren. Ich habe mich mit Riicksicht auf den beschrankten Raum mit dem Unentbehrlichen zu begniigen gesueht. Folgende Re- gel n wurden dabei befolgt:

1. In alien Fallen, wo neue, leicht zugangliche Nachschlagewerke mit ausfiihrlichen Literaturverzeichnissen, wie die Allgemeine Deutsche Biographic, der Dictionary of National Biography u. a. vorlagen, habe ich darauf verzichtet, alle dort angefuhrten Arbeiten, namentlich die

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Vorbcmcrkung.

VII

kleineren Umfangs und die rein biographischer Natur, noch einmal zu zitieren.

2. Auch in anderen Fallen strebte ich nach Vollstandigkeit nur fur die letzten 30 Jahre. Die Literatur vor 1800 ist bei Wachler (s. u.) so vollstandig verzeichnet, daB sie nicht wiederholt zu werden brauchte, und die Literatur zwischen 1800 und 1880 ist zum groBten Teile iiber- holt, auBerdem meistens durch Verweisungen in spateren Schriften leicht zu finden. Biographische Miszellen, Brief publikationen usw., die sich nur auf das P r i v a t leben eines Historikers beziehen, wurden auch dann nicht erwfihnt, wenn sie in neuester Zeit erschienen sind.

3. In besonderem MaBe trifft dies f ur d i e Historiker zu, die nur im Nebenamte Geschichte geschrieben haben. t)ber Autoren wie Schiller, Machiavelli u. a. wurden nur die Werke zitiert, die den Ge- schichtschreiber behandeln. Waren Schriftsteller zu besprechen, die sich iiberhaupt nicht als Historiker betatigten (wie Montesquieu und Rousseau), so wurde von Literaturnotizen ganz Umgang genommen.

4. Von den Werken der in der vorliegenden Darstellung behan- delten Historiker wurden stets nur die eigentlich historischen und von diesen nur die wichtigeren angefuhrt. Wenn nicht besondere Um- stande vorlagen, wurde nur das Erscheinungsjahr der ersten Auflage genannt, bei alteren, vor 1800 erschienenen Werken auBerdem natiir- lich alle kritischen Neuausgaben. Die zahlreichen Editionen und Neu- auflagen alterer Gesehiehtswerke wahrend des 16., 17. und 18. Jahr- hunderts zu notieren war um so weniger ndlig, als diese bei Wachler recht vollstandig verzeichnet sind und die vorliegende Arbeit es an Ausfiihrlichkeit mit diesem umfangreichen Werke sowieso nicht auf- nehmen kann.

5. Der Druckort wurde nur bei Werken, die vor 1800 erschienen, angegeben. Solange die literarische Produktion der obrigkeitlichen Zensur unterworfen war, wurden Landesgeschichten in der Regel nur dann zum Drucke zugelassen, wenn sie offizidsen Charakter trugen. Man kann daher vielfach schon nur aus dem Druckorte auf Wesen und Tendenz eines Geschichtswerkes Schlusse ziehen. Eine Darstel- lung aus der mittleren oder neueren Geschichte, die zwischen Gegen- reformation und Aufklitrung auf dem Kontinente auBerhalb Hollands entweder im Vaterlande des Autors oder in dem Lande, dessen. Ge- schichte sie betraf, erschien, muB bis zum Beweis des Gegenteiles immer als offizios oder mindestens regierungsfreundlich gelten.

Im 19. Jahrhundert lagen die Verhaltnisse anders, wanigstens in d e n Landern, die fur die vorliegende Darstellung in Betracht kom- men. Die Kenntnis des Erscheinungsortes verliert nun alle Bedeutung. Bei franzosischen und englischen Biichern braucht er sowieso nicht angegeben zu werden, da diese von 1800 an so gut wie ausnahmslos in Paris oder London erschienen. Aber auch bei deutschcn Geschichts- werken ist es recht gleiehgultig, wo der Verleger seinen Geschaftssitz hatte.

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VIII

Vorbemerkung.

6. Auf folgende Nachschlagewerke sei ein fur allemal verwiesen :

Ludwig W a c h 1 e p , Geschichte der kistorischen Forschung und Kunst seit der Wiederherstellung der litter arischen Cultur in Europa, (in der Gtfttinger Geschichte der Kiinste und Wissenschaften) 1812 bis 1820 (fur die gesamte altere Literatur sowie fur alle nicht genannten kleineren Historiker des 16., 17. und 18. Jahrhunderts. Wachlers Darstellung bricht gerade vor Ranke ab).

Allgemeine Deutsche Biographie 1875 bis 1910 (Charakteristiken und ausfuhrliche Literaturverzeichnisse ; Erganzungen zu den letz- teren finden sich in einzelnen Fallen bei Franz Xaver v. Wegele, Geschichte der deiitschen Historiographie seit dem Auftreten des Humanis- mus 1885 [in der von der Miinehener Historischen Kommission heraus- gegebenen Geschichte der Wissenschaften in Deutschland]). Dieselben Dienste leistet, besonders was die Anfuhrung der Literatur betrifft, fiir die englischen Historiker der von L. Stephen und S. L e e edierte Dictionary of National Biography 1885 bis 1903. Vgl. ferner Georg v. W y B , Geschichte der Historiographie in der Schweiz 1895 (fiir die gesamte altere Literatur uber schwcizerische Historiker).

Nicht nur franzosische Historiker behandeln die von Auguste Molinier und Henri H a u s e r herausgegebenen Sources de Vhistoire de France (1901 ff.). Fiir unsere Zwecke kommen in Betracht der 5. Band des von Molinier redigierten ersten Teiles mit der allgemeinen Einleitung und dera Abschnitte uber die Historiker der Jahre 1461 bis 1494 (1904) und die beiden bisher erschienenen Bande des von Hauser bearbeiteten zweiten Teiles, die bis 1559 reichen (publiziert 1906 und 1909). Cber die W e r k e (aber nur diese) der spateren fran- zosischen Historiker (auch der Lateinisch schreibenden) orientiert man sich jetzt am best en bei Gustave L a n s o n , Manuel bibliographique de la litterature francaise moderne I (16. Jahrhundert) 1909, II (17. Jahr- hundert) 1910, III (18. Jahrhundert) 1911 (ein viertes Heft soli noch folgen). Kurze Literaturangaben finden sich auch in dem knappen Resume, das Leon L e v r a u 1 1 vor kurzem der Geschichte der fran- zOsischen Historiographie gewidmet hat {UHistoire [Evolution du genre] s. d.).

Die Literatur uber den filteren Humanismus am besten bei Georg Voigt, Die W iederbelebung des klassischen Altertums oder das erste Jahrhundert des Humanismus. 3. Aufl., besorgt von M. Lehnert 1893.

Fiir die Geschichte der Geschiehtsphilosophie sei vor allem verwiesen auf Robert Flint, Historical Philosophy in France and French Belgium and Switzerland 1893 und La Philosophic de Vhis- toire en Allemagne, und Paul Barth, Die Philosophic der Geschichte als Soziologie 1897. Fiir die Kulturgeschichte auf Friedrich J o d 1 , Die Kulturgeschichtschreibung und ihr Problem 1878; Ernst Schaumkell, Geschichte der deiitschen K idtiirgeschichtschreibung {•on der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Bomantik (ausschliefilich)

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Vorbemcrkung.

IX

1905 (in den Preisschriften der Jablonowskischen Gesellschaft; hierange- fiihrt wegen einiger Literaturnotizen, die Darstellung selbst ist, wie Nohl in den Forschungen zur brandenburgischen und preufiischen Ge- schichte 19 [1906], 288 nachgewiesen hat, zu einem guten Teile eine schulerhafte Kompilation aus Diltheys Aufsatz in der Deutschen Rund- schau 1901, III und J. Goldstein, Hume 1903). Fur die Kirchen- geschichte F. Chr. B a u r , Die Epochen der kirchlichen Geschicht- schreibung 1852.

Mit dem Zitat Ranke, Zur Kritik ist L. v. Rankes Schrift Zur Kritik neuerer Geschichtschreiber, 2. Aufl., 1874 (Anhang zu den Ge- schichten der rornanischen und germanischen Volker) gemoint.

Ein fur allemal hingewesen sei ferner auf die Literaturgeschichten, die vielfach recht niitzliche Angabcn gerade aueh bibliographischer Natur enthalten. Besonders die franzosischen Literarbistoriker pflegen wenigstens einen T e i I ihrer Historiker sehr ausfiilirlich zu besprecben (genannt seien hier nur G. Lanson, Histoire de la Lilterature fran- caise, zuerst 1894, seither sehr bau fig, und die von Petit de Julle- v i 1 1 e herausgegebene Histoire de la Langue et de la Lilterature fran- caise 1896 bis 1899).

Nicht im einzelnen angef uhrt sind ferner A. H a r n a c k , Geschichte der konigl. preu/iischen Akademie der W issenschaften 1900, und Max Lenz, Geschichte der Universitat Berlin 1910 (bisher bis 1840, ein abschlieBender Halbband stent noch aus).

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Tnhaltsverzeichnis.

Scitc

ErstesBuch. Die humanistische

Geschichlschreibung in Italien . 1 A. Die humanistische Geschicht- schreibung bis zur Gegenrefor-

malion

I. Die Vorl&ufer der humanisti- sehen Geschichlschreibung: Pe- trarca und Boccaccio ....

1. Petrarca

Petrarca und die romische Ge- schichte 2. Petrarca als histo- rischer Stilist 3. Stellung zu den Quellen 4. Die »Res memoran- dae«5. Petrarca a. Bahnbrecher 5.

2. Boccaccio .... 1 5

Boccaccio als Fortsetzer Petrar-

cas 6. Boccaccio als Schopfer

der Kunsllerbingraphie 8. II. Die humanistische Annalistik . 9 A. Die Begrilndung der humanisti-

schen Geschichlschreibung und

die altere florentinische Schule 1. Die Prinzipien der humanisti-

schen Historiographie ....

a) Die Wiederein full rung der antiken rhetorischen Form . ~ Publizistische Tendenzen 9. AnschluB an die antike Hi- storiographie 9.

b) Die Sakularisation der Ge-

schichte it

Der Humanismus und die kirchliche Geschichtsauffas- sung 12. Stellung zu den Wundergeschichten 12.

c) Die politischen Tendenzen . 14 Kirchenpolitische Tendenzen

14. Antiimperialistische Ten- denzen 14.

Literatur zur Geschichte der humanistischen Historiogra- phie in Italien 15

Seite

2. Die Begrundung der humanisti- schen Annalistik durch Leonardo

Bruni 16

Brunis historische Begabung 17. Einwirkung der antiken Histo- riographie 18. Der humanisti- sche Purismus 20. Das Pro- gramm der humanistischen Hi- storiographie 21.

3. Poggio 22

4. Die Schule Brunis in Florenz. 23 Aceolti 24. Scala 24. Manetti

25. Palmieri 26.

B. Die Ausbreitung der humanisti- schen Geschichlschreibung iiber Italien 2f>

1. Allgemeines

Unterschied zwischen der huma- nistischen Geschichtschreibung in Florenz und der im (ibrigen Italien 26. Die Geschichtschrei- bung im Dienste personlicher

Uuhmessehnsucht 28. 2. Die Ausbreitung der humanisti- schen Historiographie im ein- zelnen 29

a) Venedig

1) Sabellicus 30

Die »Venezianische Ge- schichte* 31. Die »Welt- geschichte« 33.

2) Navagero 35

3) Bembo

4) Kleinere venezianische Hi- storiographen 37

b) Neapel

1) Laurentius Valla ..... 38

2) Facius 39

3) Pontan

4) Kleinere neapolitanische Hi-

storiographen 40

Beccadelli 40. Porcello 41.

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XII

InhaltsverzeielmiH.

Seite

c) Mai land 41

1) Crivclli 42

2) Simonetta

3) Merula 44

4) Corio 45

5) Kleinere mailandische Hi- storiographcn 47

d) Der Kirchenstaat (Platina) .

e) Die iibrigen italienischen

Staaten 49

Genua 49. Siena 49. Man- tua 50. Ferrara50. KorsikaSO.

3. Jovius und die journalistische Behandlung der Geschichte . . 51 Jovius' Stellung zu seinen Auf- traggebern 52. Seine journalisti- sche Begabung 53. Seine jour- nalistische Behandlung dor Ge- schichte 54.

111. Die neue politische Geschicht- schreibung in Florenz zu Beginn des 16. Jahrhunderts 55

A. Allgemeines -

Die Situation in Florenz in der zweiten Halfte des 15. Jahrhun- derts 56. Folgen der franzosi- schen Invasion im Jahre 1494 56

Die Typisierung historischer Be- gebenheiten 58. Verhaltnis zur humanistischen Historiographie 60.

B. Machiavelli 61

1. Die politischen Tendenzen . . 62

2. Das »Leben Gastruccio Castra- canis« 63

3. Die »Florentinische Geschichte* 65 Der widerspruchsvolle Charak-

ter des Werkes 65. Die cinzig- artige Bedeutung Macliiavellis als Historiker 67. Verhaltnis zu den Medici 68. Stellung zu den Quellen 69.

4. Brutus 69

C. Guicciardini 70

1. Allgemeines 72

2. Die oFlorentinische Geschichte* 73 Verhaltnis zur humanistischen Historiographie 73. Politische Stellung 74. Guicciardinis poli- tische Kinseitigkeit 7-i.

Seite

3. Die »Geschichte Italiens« . . 75 Prinzipielle Unterschiede zwi- schen der »florentinischen« und

der »italienischen Geschichte « 75. Guicciardini als Universal- historiker 76. Konzessionen an die humanistische Historiogra- phie 77. Die allgemeine Bedeu- tung Guicciardinis 79.

4. Pitti 79

D. Kleinere florentinische Historiker 80

1. Kleinere Historiker vor Machia- velli —

a) Hucellai 81

b) Vettori 82

2. Die Schule Machiavells ... 83

a) Nerli

Stellung zu dem Stoffe 83. Nerli und die Medici 84. Die Form 85.

b) Segni 86

c) Nardi 87

3. Varolii 89

E. Die Biographic in Florenz . . 91

1. Slrozzi

2. Segni und Nardi 92

IV. Die humanistische Biographic

A. Allgemeines

Die humanistische Biographie und die Antike 92. Die Auf- gabcn der humanistischen Bio- graphie 93.

B. Die Sammlungen von Biogra- phien 94

1. Die Begrundung dureh Filippo Villani

2. GroBere geschichtliche Darstel- lungen in biographischer Form 95

a) Crinitus

b) Vasari 96

3. Kleinere Werke 98

a) Facius

b) Aneas Sylvius 99

c) Bisticci

d) Sabadino degli Arienti. . . 100

C. Die Einzelbiographie .... 101 1. Furslen und Staatsmanner . .

a) Decembri

b) Tegrimi 102

c) Kleinere Werke 103

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Jnhaltsverzeichnis.

XIII

Selte

2. Dichtex und K tins! ler .... 10 i

Animiralo als Forscher und Kri-

a) Bruni

tiker 132. Ammirato als Histo-

b) Alberii und Cellini .... 105

id ker 133.

3 K'lpinprp Wprkp 134

'~l a i\H. i 11V- 1 I. ! l l.i ill * 1 1 1 1 1 aVU. A

a) Gvraldus .

j k

\. Dissidenten und t nabhangi^e: ' if it'iirip, ivniiKer mid .mpiiio-

'

nalistpn 106

b) Fazellus 135

A. Die Begriindung der gelehrten

C. Die humanistischen Falschungen -

Srliulp linrl Kl'iviiis Rlnndim

» '■ 1 1 1 1 1 1 mill l it\ > 1 1 1 i i ii iihi n.^ .

! Blondus

Zwfiitfts R ii c. h. Dio Ausbroi-

Vprhflltnis znr rhetorisehpn Hi-

tung der humanistischen Historio-

stonographie 10". Blondus' auti-

graphie uber Europa und die na-

nii .i risr hp unH histi irisphp Wprkt» 108 Stt'llmn' ilpr )ii i Tii i n isf i-

1UQ. 1 1 11 11 1 1 LI Vlvl 1 1 1 1 1 1 1 « 1 1 I 13 1.1

tionals politisehe Geschichtschrei- bung 137

schen Kreise zu Blondus 109.

A. Allgemeines

i. i-cnuUT ues Jiioncius (Laicm una Pompoiiius Laetus) 110

B. FVankrpirh 13<*

I. Die Annalistik

Calr Id als Gelehrfpr und Kri-

tikr-r 110. Calihi als Hislnriker

2. Du Haitian 141

111. Pomponius Laetus 112.

3. Mezerav 143

4. DaniPl . 144

d. Die nihtorisi lie kntik. .... 112 1. Die philologis< h-historische Kri- tik / 1 .aurpn t ius Valla \

5. Hpnanll 145

6. Vellv 146

I 1 i . i S. ^i-ltl't.ililr 1 1 i . . r . 11/1 . i / _>.». |

1 Mr one 11 Kl li IK | lit"! nai no v ilusll-

11. Mpmnrialistpn 14H

Stellung zur humanistischen

1. Commincs 149

Kritik 11.;. Verhaltnis zur rhe- torischen Geschichtsehreibimg

Commines' Verhaltnis zur iilte- ren franzosischen Historiogra-

1 1."). - Ciriarn 115

plin' I.jO. ociiw ponusc lif'il 1 1* li-

C. Memorialisten (Aneas Sylvius) . 116

dpnzt'ii 150. (Idiiirninps und dip Geschirhtschrpibpr dpr Rpnais-

B. Die italienischp humanistischp Historiographie im Zeitalter der Gegenreformation 119

cancp 151 \nohwirkii nf in

1 1 i< 1 1 M I1 11 1

2. Du Bella v 152

I. Allgemeines

3. Monlm- 154

II. Pip humanist ische Annalistik . 121

I, ran tome 155

1. Foglietta

4. Brtz 1 .V,

Din *GpniiPRi<irhp Gp^phichte*

5. Saint-Simon 158

< i '. t > * i 1 1 in .^iruin * 1 i r>i III! 1111 Lj

121 Dip* Zpitireschirhtp* 122 Hiz/ari 122 2. Kleinprp Werkp 122

Saint-Simon als Historiker 158. Saint-Simon als Schrifta tell. 159. C. England und Schottland ... 160

III. Die St hulp Gnirciardinis . . 124

I. Die humanistisrhe Annalistik in England

2. Parnta 125

1. Die Anfange. Thomas Moms.

3. Davila 126

4. Bentivoglio 128

2 Dip Bpirnindiinir dpr nationalpn ( Ipse 1 1 H 1 1 1 si 1 1 l hu ng und I'o|\'-

IV. Dip humanistischp Biographic 129

dor Vergil 163

(lamden 166

V. Ijih Schnlp dps Blondus . . . 1 .to 1. Higonius i:u

4. Die Sehiilpr der florentinisrhpn pnlitisehen Geschiehtsrhreiliung

(Fr. Bacon! 168

XIV

In halts verzoich n is.

Sclte

Bacon als politischer llistnriker 168. Siil nnH Fnrm 169. Sti- lting zu den Quellen 169. II Dip humanistische Annalistik in

Srhnttland 171

1 . Die Begriindung durch Boethius Allgemeines 171. Boethius 171. Leslie 172.

2- Buchanan 172

III. Die Begriindung di *r niodernen !':> rteigesrh i<ii tsclirt- lining in (irophriiannien Ml

1. Allgemeines

Die Enlstehung der englischen Parteigeschichtschreibung 174. Ihr EinfluC auf die Entwkklung der englischen Historiographie 175. Eigentumlichkeiten der Parteigeschichtschreibung 175.

2. Clarendon L7J>

Entstehung und Tendenz der

» B e vo 1 1 1 tio nsgese hichte* 176. Clarendons Auffassunu der Kng-

lisrhen Revolution ITS. LiLL*

Darst* 'llntig 1 78. Clarendons Ein- fluQ 179.

3. Burnet 179

D. Deutschland IM

I. Die Landesgeschichte .... 1. Die Rcichsgeschichtschreibnng.

a) Die uiiiyersalliistorischen Vcr- suche

1) Die Periode vor der Refor- mation

a'- All^-iiU'ines

Der mittelalterliche Cha- i nkter der dcutsehen Ini- manistischcn Historiogra- phie 181. Die Abgren- zungdes Stoffes 182. Das

nationale Pathos dn£

deutschen Historiogra- phen 183. Literatur 18't. b) Schedel und Nauclerus. 184

2.) Die protestantische Histo- riograph i' 186

b) Die kaiserln h offi/iuse (ie- Srlikhtsi llieibung 189

S.-ite

2.

Die Schule des Blondus und die

Ynrarheiten zu einer iGermanin

illustrata*

190

Vergebliche Versuche, die t Italia

illustrata* zu imitieivn lyo. Be-

at us Rhenanus 190.

II

Die Sta mines- und Lokalge-

schichtschreibung

192

1.

Allgemeines

2.

■A.

Aventin

19',

\veiitirm hi«slnrisrlip Metliotle

195. Aventin als Darsteller und

seine protestantische Polemik

195. Seme Kenntnis des Yolks

lebens 197.

Niirnberg und Meisterlin . . .

197

198

III

. Die reichspublizistische Ge-

schichtschreibung

200

1.

Allgemeines

■> -

Sleidan

20 1

Sleidans Methode 202. Seine

1 a is t el lung der Kef inn.it i*>nsge-

srnirnte UM.

i .{.

I uiennori

20i

'..

Yerwandte Wcrke

205

E.

l)\v Srhweiz

206

I.

Die Landesgeschichte ....

1.

so:

Ts. Imdi

2'<9

Th hudis Metliode 210. Tschudi

als historischer Darsleller 211.

C'Uilhiuaiin

212

II. Die Geschichtschreibung einzel-

ner Stadte

1. Bern (Anshelm)

\n>helm als humanistisrher Hi- storiograph 214. Politische und religiose Tendenzen 215. Koin- position und Stil 215. Stellung

zu don Quellen 216. 2. St. Gallon (Vadia.nl

217

V.rhaltnis zur liumaiiistischen Historiographie 217. Vadian als hisloriseher Kritiker 21 8. Yadi- ans kirchliche Stellung -I'.*.

Inhaltsverzeichnia.

XV

Sclte

< >

Genf (Bonivard)

221

..

222

y i .

I

Die Landesgeschichte ....

1.

Allgemeines und erste Versuche

i

Ocampo und seine Fortsetzer

und Nachfolger

224

:;.

225

I!

. Die Zeitgesehichte und die Ge-

<( hn htr der einzelnen Iloi< die .

226

t

at Die \achfoli?er der mittel-

rilt<- flit 'hen Koniir^H ironist en

U 1 1 V I 1 1VI IV II ft V/ II •■i|«T' 111 »-• 1 4 1 u I \. ||

i

1 1 Pulcrar

22;

M»jia

229

h) Die nene nffi/ipllp Chrnnistik

in lateinischer Sprache . .

230

231

2) Martyr

232

•i **

Aragon

235

Zurita

III. Mililarischfi Mprnoiren und

237

!

Die militarischen Memoiren . .

•j

Militarische Munographien . .

239

.is Avila

-

b) Mendoza

<•) M armed

240

(i.

242

Hugo Grotius

24',

DrittesRuch. Die vnm Huma-

nisnius unabhangige Gesrhicht-

schreibung bis zur Aufklarung .

246

Die Kirdiengeschichtschreibung

1

. hie konfessionelle Gesrhirht-

schreibung

1

Die Begrundung der Kirchen-

geschichtschreibung; die Magde-

I>urger Zenturiatoren und ihre

at Allgemeines

In DieAnfange. Kk-inere Werke

247

Die Magdeburgrr Zenturiato-

ren (Flacius IUyricus) . . .

240

Bedewtung (ler Zenturien fur

•lie Kirdienges* hi* hte 250.

:

I

Scito

Ihre historische Methode und Kritik 251. Ihre Auffassung der Geschichte 252. Ihre Stel- lung zu den politischen He- genten 252. d) Die englische Kirchenge- sohiehtschreibung writer deiu

Emflusse der Zenturien . ,

1) Foxe

Die Entstehungsgesehichte des »Martyrerbuchs<* 254. Die volkstiimlirhe Parst el- lung 255. Fox*' als gelehr-

ter Arheiter 256. 2 1 Knox

257

Verhaltnis zw Foxe und den

Zenturiatoren 257. Knox

als Darsteller 25ft. e) Die Kirchengeschichtschrei-

bung in der Schweiz

259

Rullinger

260

Inhalt und Form seines Wer- kes260. DieTendenzder»Re- formatinnsgesrhirhtev 261 .

Die Opposition gegen die Zen-

t.nrien

263

a) Die katholischen Opponenten

1) Baronius

2} Bossuet

265

b) Protestantische Oppositions-

>verke , , , ,

267

1) Arnold

269

Mosheims politiseh - km h

lichc Anschauungen 269.

Mosheim und der akademi-

sehe Unterricht 270. Mos-

heim u. die Aufklarung 270.

II.

Die kirchenpolitische Geschicht-

1.

Sarpi

Der kirchenpolitisehe Ausgangs-

punkt Sarpis 272. Seine Auffas-

sung des tridentinisehen Konzils

273. St.il und Sehirksal seines

Werkes 273.

Pallavkino

27 1

< ii.nmnn*'

276

Die kirchenpolitischen Tenden-

/.t'll ( il.illlH'IM'S 276. Srllli' lie-

XVI

Inhalteveraeichnia.

Selte

deutung ftir die Rechtsgeschichte 277. Stil und Schicksal seines Werkes 278.

III. Die Geschichtschreibung der Jesuiten 278

1. Allgemeines

Stellung der Jesuiten zu der humanistischen Historiographie 279. Die Jesuiten als religiose Psychologen 280. Die Vielseitig- keit der jesuitischen Historio- graphie 281. Die relative Ehr- lichkeit der jesuitischen Histo- riographie 281.

2. Die Begrundung der jesuitischen Historiographie und biographi- sche Arbeiten 282

a) Loyola

b) Ribadeneira 283

c) Mattei 284

3. Die Geschichte des Ordens .

Orlandini 285

4. Die politische Geschichtschrei- bung (Stradaj 287

IV. Die Wiedereinfilhrung der theo- logischen Geschichtstheorie . . 288 Bossuet 289

B. Die Geschichtschreibung der Entdeckungen und die ethnogra- phische Richtung 291

I. Allgemeines

Die Ervveckung ethnographischer Interessen durch die Entdeckung Amerikas 291. Die Einwirkung der Eroberungen in Indien 293. Entwicklung der »amerikani- schen« Historiographie 293.

II. Einzelne Werke 294

1. Werke uber die Entdeckungen

im allgemeinen

a) Kolumbus -

b) Martyr 295

< ) Oviedo 297

d) Las Casas 298

c) Gomara 299

f| Herrera 301

2. Werke uher einzelne Staaten

und Landsehaften 303

a) Peru

Seite

1) Kleinere Werke 303

2) Garcilasso de la Vega . . 30 \ b) Mexiko 306

C. Die Begrundung der modernen

gelehrten Geschichtschreibung. 307

I. Allgemeines

Die Reaktion gegen den Huma- nismus 307. Gegensatz der neuen Richtung in Frankreich zu der Blondusschule 308. Historio- graphische Bedeutung der Rich- tung 309. Tendenzen der mauri- nischen Historiker 310. Die Be- deutung der Ordensorganisation 311.

II. Einzelne Werke 312

1. Die Annalistik

a) Mabillon

b) Tillemont 314

c) Leibniz und die gelehrte An- nalistik in Deutschland . . 316

d) Muratori 318

e) Rapin Thoyras 320

f) Dieenglische»Weltgeschichte« 322

2. Die Literatur- und Kulturge- schichte 323

3. Die historische Kritik .... 325

a) Die »Acta Sanctorum* . .

b) Bayle

c) Beaufort 327

d) Dubos 328

4. Die Hilfswissenschaften. . . . 329

5. Falschungen 330

D. Die »galantet oder novellistische

Geschichtschreibung 331

I. Allgemeines

Das Versiegen der humanisti- schen Historiographie 331. Die Entstehung der galanten Ge- schichtschreibung 332.

II. Einzelne Autoren :i:t:t

ViertesBuch. Die Geschicht- schreibung der Aufklarung. . . 334

A. Allgemeines

Verhaltnis der Historiographie der Aufklarung zur Aufklarung uberhaupt 334. Die Verschie- bung des historischen Stand- punkls 336. Die neuen histori-

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Inhalteverzeichnis.

XVII

Selte

schen Problems 337. Vorwilrfe, die im 19. Jahrhundert gegen die Historiographie der Aufkla- rung erhoben wurden 338. Die historische Katastrophentheorie 344. Ruckschritte, die durch die Aufklarungshistoriographie ver- schuldet wurden 345. Litera- tur 349.

B. Die Begrundung der Aufkla- rungshistoriographie und die Schule Voltaires 349

I. Voltaire

Der Ausgangspunkt: Voltaires politische und religiose Tenden- zen 351. Die historiographische Vcrwertung dieser Tendenzen; das»JahrhundertLudwigsXIV. « 353. Voltaires nationale und po- litische Unbefangenheit 355. Der ♦Essai sur les mocurs* 357. Vol- taire als historischer Kritiker 358. Seine realistische Auffas- sung der Geschichte 360. Vol- taire als Geschichtsphilosoph 361 .

II. Die Schule Voltaires in England 363

1. Allgemeines

2. Hume 364

Die Stellung Humes zu Voltaire 364. Seine Behandlung der eng- lischen Geschichte 365.

3. Robertson 367

4. Gibbon 369

III. Die Schule Voltaires in Deutsch- land 371

1. Allgemeines

2. Schlozer 372

3. Schmidt 376

4. Spittler 377

Verhaltnis zu Voltaire 377. Spittler a. Kirchenhistoriker378.

5. Planck 379

6. Friedrich der GroQe 380

C. Die Schule Montesquieus ... 382

I. Allgemeines

Historisch-politische Theorien Montesquieus 383. Sein Mangel

an Kritik 383. Seine Einwirkung auf die Historiographie 384.

II. Heeren 385

Seite

Verhaltnis zu Adam Smith und Montesquieu 386. Heeren als Bearbeiter der Handelsgeschichte 387. Methode und Stil 388.

D. Selbstandige Richtungen in Deutschland (Winckelmann und Moser) 389

I. Winckelmann

Gegensatz zur Aufklarung und zur antiquarischen Kunstge- schichte 390. Seine Auffassung der Kunstgeschichte391. Wink- kelmann als schriftstellerischer KOnstler 392.

II. Moser 393

Gegensatz zur Historiographie Voltaires 393. Moser als Sozial- historiker 395. Arbeitsmethode und Darstellung 396.

E. Die Historiographie der Aufkla- rung in Deutschland unter dem Einflusse Rousseaus 397

I. Allgemeines

Rousseau 398. Rousseau und die deutsche Historiographie 399.

II. Schiller 400

Schiller und Rousseau 400. Hi- storische Prinzipien und Methode 401. Schillers schriftstellerische Kunst 402.

III. MQller 403

Mttller eine rezeptive Natur 404. Mailer und Rousseau 404. Stil und Methode 405.

IV. Herder 407

Herders Verhaltnis zuRousseau;

die Humanitatsidee 408. Der EinfluB seiner theologischen Bil- dung 408. Die Lehre vom un- veranderlichen Nationalcharak- ter 410. Eichhorn 411.

V. Schlosser 411

Sismondi 414

FiinftesBuch. Die Geschicht- schreibung der Romantik und des Liberalismus 415

A. Die Reaktion gegen die Aufkla- rung unter dem Einflusse der

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XVIII

Inhaltsverzeichnis.

Selte

Franzosischen Revolution und

die romantische Riehtung . . 415

I. Allgemeines

1. Die neuen Ansichten uber den politischen Wert der Geschichte

und ihre Folgen

Die neuen Ansichten Uber den Wert der Geschichte 415. Die offizielle Pflege des historischen Studiums 416. Yorziige und Mangel der romantischen Ge- schichtstheorie 417. Die Reak- tion gegen die Historiographie der Aufklarung; die dogmatische Lehre von der Nationalist 419. Die romantische Theorie und die Geschichtschreibung 421. Einzelne Forscher (Eichhorn, Savigny) 422. Die Eroffnung der Archive 423.

2. Die historische Ideenlehre

i23

Die Enlstehuug der historischen Ideenlehre 423. Die historische Ideenlehre und die Komanlik 425. Mangel der historischen Ideenlehre 426. 3. Die neuen Anschauungen uber die politisch-nationale Bedeu- tung der schonen Literatur. . 427 Die politisehe Bedeutung der schonen Literatur 427. Die Lite- raturalsnationale Schopfung 429. Einzelne Werke (Chateaubriand, Madamede Stael, Yillemain) 430.

II. Die spiritualistische Rational!- sierung der Geschichte unter dem Einflusse Hegels .... 431

1. Die Geschichtsphilosophic und

Ideenlehre Hegels

Hegels Geschichtsphilosophie und die Romantik 431. Die Gegenwart als geschiehtsphilo- sophischer Ausgangspunkt 432. Die neue Auffassung von der Bedeutung der Tradition 433. Hegels Koustruktionen 434.

2. Hegel als Historiker

Die »Gesclm hte drr Pliilos* »|tlii»* «■ 435. Die »l'hilosuphie der Ge- schichte* 437.

435

Seite

3. Die Schule Hegels 439

a) Baur

Baur als SchQler Hegels 439. Baur und die philologisch- kritische Methode 441.

b) Zeller 441

III. Die romantische Darstellungs- form und die Lehre vom Lokal- kolorit 442

1. Allgemeines

Die Beobachtung des Lokalkolo- rits bei den Autoren frilherer Richtungen und bei denen der Romantik 442. Der EinfluC Chateaubriands und Walter Scotts 444. Mangel der Lehre vom Lokalkolorit 446.

2. Die erzahlende Schule .... 447

a) Barante

b) Thierry 448

Thierry und Ranke; die Ver- schiedenheit der Methode 448. Thierrys politisehe Tenden- zen450. DieDarstellung450.

c) Leo 451

3. Die lyrisch-subjektive Schule: Die Geschichte als »Aufer\veck- ung« und als Stimmungsbild 452

a) Michelet

b) Carlyle 455

Der Ausgangspunkt seiner Geschichtschreibung 455. Seine Werke uber Cromwell

und die Franzosische Revolu- tion 456. Carlyle als Schrift- steller 458. Seine historiogra- phische Bedeutung 458.

c) Froude 459

IV. Die Verbindung romanlischer Anschauungen mit der philo- logisch-kritischen Methode und die wissenschaftlieh gelehrte Ge- schichtschreibung 461

1. Die philolog.-kntische Methode Dus Wesen der Methode und ihre Anwendung 461. Die ur- spriingliche Tendenz der Me- thode 463. Die philologis. h- kritische Methode und die Kul- turgeschichte 463. Die Ausbrei-

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InhnltsverzeichniH.

XIX

Selte

tung der Methode 464. Einwen- dungen gegen die Methode 465.

2. Niebuhr 466

Niebuhr als destruktiver Kri- tiker 467. Niebuhr als Roman- tiker 467. Niebuhr als Schiiler Mosers 468. Die positive Kritik Niebuhrs 470. Niebuhr als Schriftsteller 470. Wolf, Ott- fried Muller und Nitzsch 471.

3. Ranke und seine Schule ... 472

a) Ranke

Rankes Ideenlehre 474.Ranke als Gegner der nationalen Geschichtstheorien 475. Die kunstlerische Auffassung der Geschichte 477. Ranke als historischer Psychologe 477. Ranke als Meister der philo- logisch-kritischen Methode 478. Mangel und Einseitig- keiten der Rankischen Quel- Ienbenutzung 480. Ranke als SchriftsteUer 482. Rankes stille Opposition gegen die Tendenzen des Tages und ihre Folgen 484.

b) Ahnliche Tendenzen bei Zeit-

genossen 485

'«) Neander

p) Sainte-Beuve 486

c) Schiiler Rankes 487

a) Waitz

p) Giesebrecht 489

y) Freeman 490

V. Droysen und die Begriindung der preullischen Schule . . . 492

VI. Die geographische Rich tung

und Karl Ritter 496

1. Allgemeines

2. Curtius 497

B. Die Geschichtschreibung des Liberalismus und die Fortsetzer der Aufklarungshistoriographie 500

I. Allgemeines

Der Liberalismus und die Auf- klarung 500. Der EinfluB des englischen Konstitutionalismus 501. Stellung der liberalen II i- storiographie zu den Fiihrern

Selte

der Aufklarung 502. Die alt- liberale Schule 503.

II. Die liberalen Fortsetzer der Vol- tairischen Historiographie . . 503

1. Raumer

2. Guizot 505

Die tGeschichte der Englischen Revolution « 506. Die kultur- historischen Arbeiten 507.

3. Thiers 509

III. Der systemstreue Liberalismus 511

1. England

a) Allgemeines

b) Macaulay 513

Macaulay als politischer Hi- storiker 513. Macaulay als Schriftstell.515. - Finlay 516.

c) Grote 516

2. Die Vereinigten Staaten ... 518

a) Allgemeines

b) Prescott 519

c) Bancroft 521

d) Motley

e) Parkman 522

3. Deutschland

a) Allgemeines

b) Rotteek 523

c) Gervinus 52't

d) S trau 0 526

S c c h s t e s B u c h. Die realisti- sche Reaktion gegen die roman- tisrhe Geschichtschreibung und die Einwirkung der sozialen Be-

wcgung 529

I. Allgemeines

E)as niedere Volk in der liberalen und romantischen Geschicht- schreibung 529. Die Einwir- kung der Februarrevolution 530. J. R. Green 532. Die Ausfiih- rung des Programms der neuen Rich lung 533.

II. Die liberal-nationale Schule in Deutschland (die »kleindeutsche Geschichtschreibung") .... 535

1. Sybel

Das Verhaltnis zu Ranke: Sybels publizistische Tendenzen 535. Seine Methode; die *Gi'S(:hichte

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XX

Inhaltsverzeichnis.

Scite

der RevolutionszeiU 537. Der Streit mit Ficker 539. Dahl- mann 539.

2. Hausser

3. Treitschke

Gegensatz zu den ubrigen Ver- tretern der kleindeutschen Rich- tung 542. Stil und Sprache 544. Treitschke als Kulturhistoriker 544. Der EinfluG Treitschkes 546. Baumgarten 546.

4. Erdmannsdorffer

Duncker

Lorenz

.Martin

III. Die Verbindung der realisti- schenpolitischenGeschichtschrei- bung mit der epigraphischen

Methode (Mommsen)

Politische Anschauungen; Ver- haltnis zur kleindeutschen Schule 550. Mommsens Methode 552. Die »Romische Geschichte* 552. Mommsen als Schriftsteller 554.

IV. Die Umwandlung der Vcrfas- sungsgeschichte in Frankreich unter dem EinfluB der sozialen Bewegung

1. Allgemeines

2. Tocqueville

3. Fustel de Coulanges

Fustel als Sozialhistoriker 561. Seine Opposition gegen die Theorien der Roman tik 562. Seine mangelhafte Kritik der Quellen 563. Form und Dar- stellung 564. Maitland 565.

V. Die staatlose Kulturgeschicht- schreibung in Deutschland . .

1. Allgemeines

2. Riehl

3. Freytag

Frey tags nationalpolitisclie Ten- denzen 569. Seine Abhangig- keit von der Romantik 570. Form und Darstellung 571.

4. Janssen

Janssens hisloriographisehe On- ginaliiat 572. Seine Tenderu und seine Methode 57:<.

540 541

547 548

549

549

556

557 560

566

567 569

571

Seite

VI. Die Geschichtschreibung unter dem Einflusse naturwissenschaft- licher Theorien und soziologi- scher Systeme 575

1. Allgemeines

Gegensatz zur Romantik 575. Die Mangel der naturwissen- schaftlichen Geschichtschrei- bung 576. Segensreiche Folgen der Richtung 577. Der EinfluB Comtes 577.

2. Buckle 578

3. Lecky 580

4. Stephen 581

5. Taine 582

Verhaltnis zu Comte und der Romantik 583. Taines Methode 583. Taine und die Kunstge- schichte; die »Geschichte der englischen Literatur« 585. Taine als Psychologe 586. Die >Ent- stehung des modernen Frank- reich* 587. Taine als Schrift- steller 590. Brunetiere, Sorel 591.

VII. Die Geschichte als Objekt kunstlerischen Genusses . . . 592

1. Allgemeines

Die asthetische Richtung 592. Einseitigkeiten ihres Urteils 593. Stellung zur Moral 594.

2. Renan 595

3. Burckhardt 597

Gregorovius 600

VIII. SchluBbemerkungcn .... Die Entwicklung der Geschicht- schreibung seit 1870; die Folgen des Deutsch-Franzosischen Krie-

ges und der wirtschaftlichen Kampfe 600. Der EinfluO der Weltpolitik 601. Der EinfluB der modernen ethnographischen Forschung 602. Methode und Form der Geschichtschreibung in der Gegenwart 604.

Nutzanwendungen fur die Zu- kunft 605.

Namen- und Sachregister .... 607

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Erstes BucL

Die humanistische Geschichtschreibung in Italien.

mi

A. Die humanistische Geschiehtschreibnng bis zur

Gegenreformation.

I. Die VorlSufer der humanistischen Geschichtschreibung:

Petrarca und Boccaccio.

Die neuere Historiographie gcht wie andere Gattungen der mo- dernen Literatur vom Humanismus aus. Keine geringern als die beiden ersten Meister der neuen Bildung sind ihre Begrunder. Allerdings haben weder Petrarca noch Boccaccio der humanistischen Historiographie bereits ihre definitive Form zu geben vermocht. Erst nachdem die humanistische Produktion aus den Handen der Literaten in die der Staatsmanner iibergegangen war, trat die neue Geschichtschreibung eigentlich ins Leben und bildete sich eine wirkliche Schule. Aber die Florentiner Humanisten, die um die Wende des 14. Jahrhunderts den neuen Stil in den